Möbel mit Geschichte… der „hinterbeinlose Kragstuhl“…

… welch ein Name für solch einen Klassiker! Bekannt später als auch „der Freischwinger“ S 33 von Thonet.

Ich bin sicher, jeder ist schon einmal auf solch einem Stuhl gesessen!

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Der von Mart Stam im Jahr 1926 entworfene Stuhl dürfte das meistkopierte Möbel der Welt sein – mit den Urheberrechtsstreitfällen dürften viele Rechtsanwälte reich geworden sein – der Urheber jedoch nicht. Der niederländische Architekt wurde 1926 vom Deutschen Werkbund eingeladen sich an der Bauausstellung am Stuttgarter Weißenhof zu beteiligen. Die Weißenhofsiedlung in Stuttgart wurde 1927 vom Deutschen Werkbund unter der Leitung von Ludwig Mies van der Rohe von führenden Vertretern des Neuen Bauens errichtet, teilweise unter Verwendung experimenteller Materialien.

Diese Stühle sind die ersten Freischwinger der Möbelgeschichte. Sie wurden 1927 in der Weißenhof-Siedlung in Stuttgart zum ersten Mal eingesetzt. Ab 1925 experimentierte Mart Stam mit Gasleitungsrohren, die er mit Flanschen verband, und entwickelte daraus das Prinzip frei kragender Stühle, die nicht mehr auf vier Beinen ruhten. Damit war ein Konstruktionsprinzip geschaffen, das in seiner formalen Zurückhaltung zu einem wichtigen Baustein in der Geschichte des modernen Möbeldesigns wurde. Stam kam es zu Beginn noch nicht auf den federnden Effekt des gebogenen Stahlrohrs an, sondern auf die klare Form, die perfekt in die modernen Gebäude dieser Zeit passten.

Herzliche Einrichtungsgrüße Jeanette

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