Kinderzimmer – Spielen, Lernen, Schlafen – und das alles in einem Raum!

Tagsüber Räuberhöhle oder Legopark, abends Entspannungs-Kuschel-Paradies und dazwischen noch Platz und Ruhe zum Hausaufgaben machen. Das alles muss ein Kinderzimmer können und allen drei Bereichen soll es gerecht werden. Der Schlafbereich in dem das Kind zur Ruhe findet, der Spielbereich der genügend Platz für Kreativität und Spielen bietet und der Lern- und Arbeitsbereich in dem konzentriertes Arbeiten möglich sein soll.

Und wie bekommt man das jetzt alles unter einen Hut? Hierfür ein paar Anregungen aus meiner Welt des Einrichtens von Räumen.

Natürlich ist es toll, wenn das Zimmer groß genug ist, dass es wirklich in drei unterschiedliche Zonen eingeteilt werden kann, aber auch kleinere Zimmern lassen sich gut einteilen hier muss nur mehr darauf geachtet werden, dass nichts überflüssiges im Raum ist und dass es ein Ordnungssystem gibt, mit dem auch Kinder klar kommen.

Aber jetzt im Einzelnen: 

Zuerst habe ich zusammengefasst, wo welche Bereiche im Zimmer idealerweise sein sollen.

1.Wie und wo soll das Bett am besten stehen?

Wie auch bei uns Erwachsenen, ist beim Schlafen das Schutzbedürfnis am Größten. Deswegen empfehle ich immer, dass das Bett an der Wand steht und das Kind im Liegen Fenster und Türe im Blick hat. Verzichten sollte man unbedingt auf schwere Regale oder Hängeschränke über dem Bett, da dies unbewusst als Belastung empfunden wird. Im Schlaf sollen wir uns sicher und unbelastet fühlen.

Und wie sieht es mit einem Hochbett aus? Aus Platzgründen hat dies sicherlich Vorteile. Aus Feng Shui Sicht ist es nicht zu empfehlen. Das Kind schläft in „luftiger“ Höhe und ihm fehlt die Erdung während des Schlafens und wenn man unten schläft, kann man sich bedrückt fühlen und deswegen auch keinen entspannten Schlaf finden. Auch wird das abendliche Kuscheln im Bett zu einem Kletterakt für Mutter und Vater – und das sind doch gerade die wertvollen Momente mit Kindern. Deswegen meine Empfehlung, bevor ein Hochbett gekauft wird, nochmals genau überlegen, ob es nicht doch eine bessere Lösung gibt.

Kids Contemporary von Other Metro Interior Designer & Raumausstatter Birgit Knutzen

2.Wo steht der Schreibtisch am besten?

Hausaufgaben und Lernen ist immer ein Thema und die meisten Kinder spielen lieber, als dass sie lernen. Der Schreibtisch selbst sollte deswegen groß genug sein und dazu ein passender Schreibtischstuhl. Die Tischplatte muss nicht in der Neigung verstellbar sein, eine gewisse Höhenverstellung ist jedoch zum Mitwachsen gut. Als Schreibtisch kann aber auch eine einfache Tischplatte mit Füßen darunter zum Einsatz kommen und später tauscht man die Tischfüße in höhere aus.

Ebenfalls sollte der Schreibtisch darunter oder danebengenügend Stauraum – am idealsten geschlossen – für die Schulsachen bieten, damit die Tischplatte möglichst aufgeräumt zum Lernen sein kann. Hier geht es den Kindern wie den Erwachsenen, wenn der Tisch erst noch freigeräumt werden muss, um mit der Arbeit zu beginnen, verschieben wir das Arbeiten immer wieder gerne.

Ungünstig ist, wenn das Kind mit Blick auf die Wand und möglichst noch mit dem Rücken zur Türe sitzt. Ich bringe hier immer das Beispiel, wenn wir selbst mit dem Rücken zur Türe sitzen ist man immer (unbewusst) angespannt, was und wer hinter einem vorbeiläuft oder hereinkommt. Das lenkt sehr ab und lässt kein konzentriertes Arbeiten zu. Idealerweise sollte er aber auch so stehen, dass nicht ständig der Blick auf die vielen interessanteren Spielsachen fällt. Dies kann z. B. mit einem kleinen Raumteiler erreicht werden.

3. Spielen, Toben, Basteln und die liebe Ordnung

Dieser Bereich ist am besten in der Mitte vom Raum mit viel Platz! Und dann sind wir auch schon bei der Frage des Ordnungssystems im Zimmer.

Offene Regale oder geschlossene Schränke?

Vorwiegend geschlossene Schränke sind grundsätzlich zu bevorzugen, da offene Regale durch die unterschiedliche Bestückung starke Unruhe in den Raum bringen.

Man sollte Möglichkeiten anbieten, wie Kinder einfach Ordnung schaffen können. Es darf nicht kompliziert sein, sonst funktioniert das nicht. Der Klassiker sind Boxen, die man beschriften und mit Fotos bekleben kann, damit die Kinder wissen, was wo hinein kommt. Das hat sich bewährt. Und: Die Boxen müssen für Kinder gut erreichbar sein. Ideal ist es, wenn man die Boxen hinter einer Schranktür verschließen kann – das gibt eine gewisse Ruhe im Raum. Und nicht zu vergessen, auch Kinder müssen erst einmal lernen wie Ordnung funktioniert, also hiermit ein Aufruf an alle Eltern: ersteimal gemeinsam aufräumen, bis das Kind das System verstanden hat!

Für mich als wichtigster Hinweis an alle Eltern ist jedoch, dass das Kinderzimmer kein Platz ist für Ausgedientes, Kaputtes und Nutzloses ist. Werbegeschenke, Staubfänger und Krimskrams zu denen Kinder keinen Bezug haben, haben im Kinderzimmer nichts verloren! Diese Dinge sind alles Platz- und Energieräuber.

 4. Der Bodenbelag im Kinderzimmer immer wieder ein Thema!

Parkett, Laminat, Kork, Fliesen, Teppich? Das ist eine persönliche Entscheidung. Parkett, bzw. glatte Böden sind natürlich pflegeleichter. Allerdings ist ein Teppich gemütlicher, wenn man mit den Kindern auf dem Boden sitzt und spielt. Entweder man muss sich mit den Kratzern auf dem Parkett abfinden oder mit dem Flecken auf dem Teppich. Auch die weitverbreitete Meinung, dass bei Hausstauballergikern nur Parkett eingesetzt werden darf, ist so nicht mehr ganz richtig. Im Teppich wird der Staub gebunden und dieser kann aufgesaugt werden. Beim Parkett wird der Staub bei jeder Bewegung aufgewirbelt. Das ist ein Glaubenskrieg – auch unter den Experten. Allerdings sollte der Teppich dann ein Schlingenteppich oder ein Kurzfloorteppich sein.

5. Farben im Kinderzimmer

Es muss nicht immer knallbunt sein! Das ist meine Devise.

Farben eignen sich natürlich optimal, um die einzelnen Raumbereiche zu gliedern. Hier ist meine Empfehlung lieber mit abgetönten und Pastelltönen zu arbeiten und zurückhaltend zu sein. Denn bunt wird es im Kinderzimmer von alleine. Als Feng Shui Beraterin lässt sich selbstverständlich auch ermitteln, welche Farben zu welchem Kind und seiner Persönlichkeit passen und wenn diese dann im Raum durch Wandfarben oder durch Stoffbahnen und Vorhänge eingesetzt werden, entsteht ein harmonisches Ganzes und ein ganz persönliches Zimmer in dem auch persönliche Dekogegenstände Platz finden können.

6. Nicht zu vergessen das richtige Licht!

Entsprechend der unterschiedlichen Bereiche sollte auch die Beleuchtung sein. Im Schlafbereich eine Nachttischleuchte, bei der man abends noch lesen oder Bücher ansehen kann, am Schreibtisch eine Schreibtischleuchte, die ein gutes Arbeitslicht gibt und zum Spielen eine gute Raumausleuchtung. Somit hat man 3 unterschiedliche Beleuchtungsbereiche, die gleichzeitig auch den Raum in die 3 Bereiche unterteilt und unterschiedliche Stimmungen ergeben.

Das wäre das Grundgerüst für die Gestaltung eines schönen Kinderzimmers.

Und hier nochmals in der Zusammenfassung:

  • Je größer das Zimmer, je schöner für das Kind
  • Das Bett und der Arbeitsplatz sollte im richtigen Raumbereich sein am Besten mit Blick zur Türe
  • Das Bett sollte keine Überbauten haben und einen freien Blick auf die Türe und das Fenster haben
  • Möglichst keine Hoch- oder Stockbetten einsetzen
  • Das Zimmer sollte möglichst optisch und gestalterisch in die 3 Bereiche eingeteilt sein.
  • Weniger offene Regale, lieber geschlossene Schränke aufstellen
  • Kaputtes, Ausgedientes und Staubfänger zu denen das Kind keinen positiven Bezug hat, haben nichts im Kinderzimmer verloren.
  • Mit Farben lieber zurückhaltend umgehen, Akzente können gerne gesetzt werden
  • Auf die richtige Beleuchtung achten
  • auf eine positive Raumstimmung achten

Und wie ist es im Jugendzimmer?

Jugendliche sollte man mit seinem Zimmer experimentieren lassen, auch wenn das Bett einmal in der Mitte vom Raum steht, es ist eine Erfahrung wert, wie sich das anfühlt und irgendwann steht es (vielleicht) wieder an der Wand. Und wie auch jede Wohnung ist die Einrichtung eines Zimmers der Ausdruck der Persönlichkeit des Bewohners.

Kinder- und Jugendzimmer einzurichten ist für mich immer eine spannende Aufgabe, da die Persönlichkeit der Kinder hiermit gefördert werden kann und sich der Raum auch ständig verändert.

Wer jetzt Lust bekommen hat, das Kinderzimmer neu zu gestalten und Fragen hat, oder Ideen baucht,  darf gerne mit mir Kontakt aufnehmen! Tel. 0711.93234023 und im Großraum Stuttgart komme ich auch gerne persönlich vorbei.

Wer neuen Beiträge von mir nicht verpassen möchte, darf sich gerne oben auf der Seite mit seiner Email-Adresse eintragen!

Und selbstverständlich freue ich mich auch über Kommentare, Anregungen und Kontakte!

Herzliche Einrichtungsgrüße Jeanette

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