Wie entsteht eigentlich Unordnung?

Ja, zum Thema aufräumen, ordnen, sortieren, strukturieren gibt es viele Tipps. Es gibt sogar inzwischen den Beruf des Ordnungscoaches.

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Ich möchte heute aber die Gelegenheit nutzen, mich mit dem Thema

„Wie entsteht eigentlich Unordnung?“ 

beschäftigen. Auch ich habe in den Tagen zwischen Weihnachten und Neujahr den einen oder anderen Unordnungs-Berg beseitigt und im Vorfeld meine Familie befragt.

Die Umfrage in meiner Familie ergab folgendes:

  • Zuviel von allem
  • keinen Platz
  • keine Ordnung im Kopf
  • keine Lust zum Aufräumen/Ordnung schaffen
  • Wer Ordnung hält, ist nur zu faul zum Suchen.
  • Das Genie beherrscht das Chaos.

Nichts desto trotz, habe ich mich der Herausforderung des Ordnungschaffens gestellt:

Folgende „Unordnungs-Berge“ sind mir begegnet:

1. Zettel, Briefe, Einladungen, Rezepte …

Diese hatten sich in der letzten Zeit zu einem  ganzen Berg gestapelt. Und je mehr auf dem Stapel lag, je weiter rückte der Plan, dies aufzuräumen, in weiter Ferne. Bei der Durchsicht hatten manche Dinge sich bereits erledigt und konnten direkt in den Papierkorb wandern. Ein Teil davon wurde in die passenden Ordner abgeheftet und für den Rest musste ein neuer Platz gesucht werden und zwar so, dass man es im Bedarfsfall auch wieder findet. Dies hat dann natürlich wieder mit benötigtem Platz im Schrank oder Regal zu tun.

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Wie hätte ich dies nun vermeiden können?

Gleich entscheiden, welche Zettel, Briefe, Einladungen etc. für mich wichtig sind und entsprechend gleich aussortieren. Rezepte, die ich aufheben möchte, gleich archivieren und ablegen (-> es muss aber vorher auch ein Ordner/Mappe dafür vorhanden sein) – hier darfst du ruhig großzügig bei deiner Entscheidung sein.

 

2. Zeitschriften und Fachzeitschriften

Kennst du das auch? Du hast eine Zeitschrift und nimmst dir vor, noch den einen oder anderen Artikel zu lesen und du kommst einfach nicht dazu… Bei Fachzeitschriften geht es mir genauso – lauter interessante Dinge, lediglich die Zeit fehlt und so stapelt sich der Berg an Zeitschriften unter der Vorgabe „da will ich noch was nachlesen…“ wird höher und höher und somit auch abschreckender.

Wie kann man dies vermeiden?

Zeitschriften möglichst gleich durchschauen, alles interessante zeitnah lesen und das wirklich interessante mit z.B. Post-it markieren, beschriften und archivieren. Alles andere gleich entsorgen. Bei Fachzeitschriften mach ich es allerdings so, dass ich einen Jahrgang aufheben und dann nochmals kurz durchsehe und dann erst entsorge. Und dann überlege ich auch genau, welche Zeitschrift ich abonniere oder kaufe. Auch wenn es bei manchen Werbeanrufen immer so verlockend klingt, 3 Monate kostenlos lesen etc. , frage ich den freundlichen Anrufer auch, ob er mir die notwendige Zeit mit dazu liefert und sage dankend ab, da ich an den entstehenden Stapel Altpapier denke…

Fazit: Ehrlich entscheiden, was interessant ist und wieviel Zeit man tatsächlich zum Lesen hat. Und in Zeiten des Internets, kannst du dir die dann benötigte Info auch bei Bedarf abrufen.

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3. Gläser, Schalen, Vasen, Dekoartikel und mehr…

Sicher bei dir auch immer wieder ein beliebtes Thema! Man hat Marmelade oder eine Kerze in einem hübschen Glas geschenkt bekommen und irgendwann ist es leer, sauber und gespült und du brauchst einen Platz dafür. Ebenso geht es mit den netten Dekoartikel je nach Jahreszeit weihnachtlich oder sommerlich. Im ersten Moment schön anzusehen, aber irgendwann stellt du dir die Frage: Wohin damit???? Das 76. Glas für ein Windlicht braucht man irgendwann einfach nicht… und auch nicht jedermanns Stil ist es, unterschiedliche Tassen, Teller und Schüsseln in seinen Schränken zu horten. Vom Platzbedarf mal ganz abgesehen.

Also, weitergeben! Auf dem Flohmarkt verkaufen, verschenken mit der nächsten Marmelade. Ich bin sicher Du hast Ideen dafür. Und für die ganz schönen Sachen darf dann ein passender Platz im Schrank frei gemacht werden, im Idealfall trennst du dich von etwas anderem dafür und schaffst somit Platz.

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4. Jacken, Pullover und auch Schuhe

Zu klein, aus der Mode, falsche Farbe – Gründe gibt es viele, warum diese Sachen nicht mehr in den Kleiderschrank passen – die andere Variante ist natürlich der Einkauf von neuen Schuhen, Pullovern, Hosen, Jacken etc. die jetzt einen Platz in deinem Schrank brauchen! Denn in einem überfüllten Schrank findet man überhaupt nichts, aber das ist dir ja sicher bereits bekannt – „Ein ganzer Schrank voll nichts anzuziehen…“ ist der Spruch dazu.

Welche Lösungsmöglichkeiten gibt es hierfür?

Nichts leichter als das: Man kann natürlich gleich einen größeren Schrank kaufen (hier helfe ich gerne bei der Planung :-)). Oder eben konsequent aussortieren, was man noch anzieht und passt und was nicht.

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5. Ein weiterer Bereich für mögliches Chaos ist die Ablage im Computer!

Briefe, Mails, Infos, Fotos… all das wird – bei manchen irgendwo – auf dem Computer gespeichert: die Frage ist nur: findet man es wieder? Natürlich nehmen die elektronischen Daten keinen physischen Platz weg, aber dennoch ist es eine Herausforderung den Überblick zu behalten.

Hier hilft dir nur ein passendes Ordnungssystem anlegen. Ordner gut beschriften und möglichst gleich ablegen (oder natürlich alles Unnötige gleich löschen), anders wird man der Flut von Daten und Infos nicht Herr….

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Zusammenfassend kann man sagen,

dass jeder von uns viele Dinge besitzt und bekommt, sich nicht gleich entscheiden kann oder will, ob sie bleiben oder nicht und manchmal etwas kauft, was dann doch nicht gefällt und passt. Hier kommt der Spruch wieder zum Tragen: Mit weniger lebt es sich leichter. Und es macht Dich tatsächlich auch leichter, wenn du dich von Dingen trennst,  die du eigentlich nicht brauchst und die dir nicht wirklich gefallen.

Dann erübrigt es sich oft auch, die 10. Kiste zu kaufen, in der du, was auch immer, im Keller unterbringst und (wahrscheinlich) doch nie mehr brauchst!

  • gleich entscheiden, ob wichtig oder unwichtig für dich
  • vieles braucht man nicht um glücklich zu sein
  • weitergeben, aussortierten macht frei
  • entsorgen, sofern du niemanden kennst der es noch brauchen kann

In diesem Sinne, umgebt euch nur mit den Dingen, die euch wichtig sind und mit denen ihr positive Erinnerungen verbindet, dann entsteht auch viel weniger Unordnung.

Das ist mein Wunsch für euch für 2016!

Herzliche – geordnete – Einrichtungsgrüße  –  Jeanette

 

 

 

 

 

 

 

 

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