Kölner Möbelmesse imm 2016 – meine ganz persönlichen Eindrücke

Seit vielen Jahren steht der Besuch der Kölner Möbelmesse imm im Januar auf meinem Programm. Und finde es jedes Jahr sehr spannend, die Präsentationen der einzelnen Firmen zu sehen. Schon alleine manche Messestände sind Kunstwerke. Und wenn ich erzähle, dass ich dort war, werde ich oft gleich gefragt:

„Und was gibt´s Neues, was ist der Trend?“

Meine ganz persönlichen Eindrücke der imm 2016 habe ich für Dich heute zusammengefasst.

Mein erster Eindruck: „Die Entdeckung der Leichtigkeit“

Schon in der ersten Halle ist mir aufgefallen, dass es wieder sehr viele leichte Möbel gibt. Man könnte fast meinen, die Designer haben sich ihre Anregungen und Ideen beim Stil der 50er und 60er Jahren geholt.

Sideboards stehen auf Füßen, nicht wie noch vor ein paar Jahren, auf einem Sockel massiv auf dem Boden stehend. Auch keine riesig großen Möbelelemente, oder gar Schrankwände werden gezeigt. Eher Möbel, die leicht Platz finden und auch ohne Probleme mitgenommen und umgezogen werden können. Auch die Möglichkeit Regale und Möbel umzubauen und einfach zu ergänzen habe ich einige gesehen.

Sicher spiegelt dies auch unsere Gesellschaft wider, dass heute Flexibilität gefordert wird und auch die Möbel, die wir besitzen immer wieder der neuen Lebenssituation angepasst werden müssen.

 

 

Licht und Leuchten – ein wunderbar erhellendes Thema.

Der Blickfang bei den Leuchten waren dieses Jahr die Hängeleuchten. Viele Glaskugeln die in unterschiedlichen Höhen zusammen aufgehängt werden und somit dem Raum ein besonderes Highlight geben.

Und auch die Stehleuchten dürfen wieder selbstbewusst im Raum stehen, mit schönen Lampenschirmen, die ein angenehmes Licht geben. Vor ein paar Jahren ging noch der Trend zur unauffälligen Lichtquelle, bei dem die Lampe gar nicht auffällt und nur das Licht da ist.

 

 

 

Stühle, Tische und Sessel

Ganz klarer Favorit bei den Stühlen ist dieses Jahr der Stuhlsessel! Der Sitz ist entweder gepolstert oder besteht aus einer Kunststoffsitzschale oder aus Schichtholz ergonomisch geformt. Wichtig ist vor allem, dass der Stuhl bequem und wohnlich wirkt. Waren es vor ein paar Jahren noch schlichte Holzstühle und eine Sitzbank um den Tisch, so geht der Trend ganz deutlich zum bequemen Sitzen.

Und auch der Trend der Tischform wird wieder leichter. Bisher sah man überall Tische mit dicken Tischplatten und massiven Füßen – auf der Messe habe ich viele Tische mit ganz dünn scheinenden Tischplatten gesehen, fast schwebend, sahen sie aus – mir hat´s gefallen!

Auch war der gemütliche Einzelsessel ein Thema bei vielen Herstellern. Ich habe schon lange nicht mehr so eine große Auswahl an schönen Sesseln gesehen, wie dieses Jahr auf der Messe. Weg vom klobigen, massiven Oma-Sessel, hin zum leichten Sessel mit Armlehnen und leichtem Fußgestell und Hocker. Schon beim Ausprobieren kann man sich vorstellen hier den Abend darin zu verbringen. (… und viele schöne Sesselentwürfe stammen aus den 50er Jahren…)

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Details und Verarbeitung  – Material und sein Einsatz

Für mich, die ich in einer Schreinerei meine Ausbildung gemacht habe, gab es dieses Jahr viele schöne handwerklichen Details zu sehen und zu fühlen. Zurück zum Handwerk, könnte man bei manchen Möbeln und Herstellern fast sagen. Schöne Holzverbindungen, und vor allem Holzoberflächen von denen man die Finger nicht lassen kann. Samtweich!

Bei der Firma http://www.condehouse.de aus Japan wurde uns auch verraten, wie diese samtweiche Holzoberfläche hergestellt wird. Die Tischplatte kommt in ein Sandbad und durch vibrieren der ganzen Anlage, wird die Holzoberfläche geschliffen. So einfach kann es gehen, wenn man es weiß.

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Spannend war auch zu sehen, welche unterschiedliche neue Materialien bei den Möbeln eingesetzt wurden. Nicht nur Holz und lackierte Trägerplatten auch aus ganz neue Materialien wurden Möbel gebaut.

Ganz besonders hat es mir ein Regalsystem von http://www.wogg.ch angetan. Die Materialstärke war 5 oder 6mm und daraus hatte der Hersteller so ein schönes filigranes Regal hergestellt, bei dem ich mich gefragt habe, wie funktionieren hier die Verbindungen zwischen Regalboden und Regalseite – aber das war ein Betriebsgeheimnis.

 

 

Und was sind die Trendfarben?

Zum Einen: hell, luftig, leicht -nach wie vor viel weiß, kombiniert mit Natur- und Pastelltönen

Zum Anderen: dunkle Farben und Hölzer, kombiniert mit kräftigen Farben

 

Und was gab es sonst noch:

Natürlich ganz viele verschiedene Sofamodelle… auf vielen bin ich probegesessen (wobei man sagen muss, bei einem Messebesuch sitzt man fast überall gut 🙂 ). Es gibt nach wie vor Sofamodelle mit einer tiefen Sitzfläche, aber auch immer mehr leichte Gestellgarnituren, die sehr bequem sind. Auch hier kommt es wieder darauf an, wofür das Sofa sein soll.

 

Es gab auch tolle Entwürfe von jungen Designern, z.B. eine zusammenfaltbare Badewanne und eine puristische Schaukel:

 

Wo geht der Trend hin?

Erlaubt ist, was gefällt! Ob du dich im nordisch-skandinavischen Einrichtungsstil wohlfühlst oder im modernen Industriedesign, ob kühle helle Farben deine Räume gestalten oder dunkle, kräftige Farben, für jeden Einrichtungsstil gibt es das passende.

Eine tolle Präsentation gab es übrigens zum Thema Farbe im Raum vom Deutschen Tapeteninstitut:

 

Aber wie finde ich meinen persönlichen Einrichtungsstil? – Das wird Thema in einem meiner nächsten Blogartikel sein, denn es heißt nicht, dass man immer mit der Einrichtungsmode gehen muss, sondern dass du aus der Vielzahl von Möglichkeiten, dir deinen Einrichtungsstil gestalten kannst – und auf Wunsch helfe ich dir hier auch weiter!

Räume einzurichten, macht einfach eine Freude – und bei der Vielzahl an Möglichkeiten erst recht – leicht und inspirierend habe ich die Messe empfunden und ich freue mich auf die Aufgaben die jetzt anstehen!

Bis dahin –

Herzliche Einrichtungsgrüße – Jeanette

 

 

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